Nobelpreis für Literatur 2025




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Nobelpreis für Literatur 2025

Die Schwedische Akademie hat László Krasznahorkai aus Ungarn für den diesjährigen Literaturnobelpreis ausgewählt. Der 71-Jährige werde „für sein überwältigendes und visionäres Werk geehrt, das inmitten eines apokalyptischen Terrors die Macht der Kunst bekräftigt“, erklärte die Schwedische Akademie in Stockholm. Vielen Experten gilt er als einer der bedeutendsten ungarischen Autoren der Gegenwart und wurde im Vorfeld bereits als Favorit gehandelt. Er ist nach Imre Kertész im Jahr 2002 der zweite ungarische Literaturnobelpreisträger.

Der Schriftsteller und Drehbuchautor wurde 1954 in Gyula geboren. Er studierte zunächst Jura in Szeged, später Hungaristik und Philosophie in Budapest. Mittlerweile lebt er den größten Teil des Jahres in Wien und Triest.

Krasznahorkais Bücher sind bekannt für ihren düsteren, oft apokalyptischen Stil und ihre komplexe Sprache. Die Schwedische Akademie lobte ihn für seine „außergewöhnliche sprachliche Vitalität“, für seinen „kraftvollen, musikalisch inspirierten epischen Stil“, die „große lyrische Schönheit“ seiner Werke. Seine Werke werden häufig als postmodern beschrieben sowie als stark beeinflusst von Literaturgrößen wie Franz Kafka und Samuel Beckett. In Deutschland erscheint Krasznahorkai im Verlag S. Fischer.

Seine Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt und behandeln häufig das Leben in Krisensituationen sowie grundlegende Fragen der menschlichen Existenz. Sein Debütroman Satanstango und viele weitere Werke wurden international ausgezeichnet und teils von Béla Tarr verfilmt. Krasznahorkai hat unter anderem den Man Booker International Prize und den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur erhalten.

Seine Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt. 2015 hatte der Ungar bereits den renommierten Booker International Prize erhalten. In seiner frühen Schaffensperiode in den 1980er-Jahren schrieb er apokalyptische, düstere, grüblerische Romane, die in Kleinstädten spielen und kleine Leute beschreiben. „Satantango“ beispielsweise ist eine düster-komische Geschichte einer trostlosen ungarischen Stadt, deren betrunkene Einwohner von einem Besucher, der möglicherweise der Teufel ist, in ihren Bann gezogen werden.

In seiner späten Schaffensphase setzt er sich viel mit Sehnsucht auseinander. Etwa in dem 2010 auf Deutsch erschienenen Buch „Seiobo auf Erden“ in dem er beschreibt, wie es in jeder Epoche und in allen Kulturen vollkommene Dinge gab und gibt: der im Fluss reglos stehende Reiher, die Grimasse einer No-Maske, die Zerbrechlichkeit einer Buddha-Statue.